Osteopathie ist eine ganzheitliche Form der Medizin, bei der funktionelle Beschwerden manuell therapiert, d.h. ausschließlich mit den Händen untersucht und behandelt werden.
Entwickelt wurde die Osteopathie von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still. Er erkannte, dass eine Störung der natürlichen Bewegung einer körperlichen Struktur - beispielsweise durch Stürze, Operationen/Narben, Entzündungen, Stress o.ä. - deren Funktion verändert, wodurch Funktionsstörungen entstehen können. Diese Störungen können eine Ursache bei späteren Beschwerden oder Erkrankungen sein.
Osteopathie hilft bei funktionellen Beschwerden
Funktionelle Beschwerden sind körperliche Beschwerden ohne ausreichend erklärenden organischen Befund. D.h., es liegen keine strukturellen Veränderungen an Organen vor, sondern das Organ "funktioniert" nicht, die Organfunktion ist aufgrund unterschiedlicher Ursachen gestört.
Beispiel: Rückenschmerz + Niere
Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule können beispielsweise von einer eingeschränkten Mobilität der Niere und des umliegenden Gewebes herrühren. Dieser Mobilitätsverlust ist aus medizinischer Sicht keine Erkrankung, sondern ein funktionelles Problem, das durch eine osteopathische Behandlung optimal behoben werden kann.
Strukturelle Veränderungen im menschlichen Organismus entstehen beispielsweise aufgrund von Frakturen, Tumoren oder nicht mit den Händen behandelbaren Einengungen z. B. von Nervengewebe, Schlaganfällen, Herzinsuffizienz etc. Sie gehören auf jeden Fall in die Behandlung eines Facharztes.
Osteopathie ist eine erfolgreiche Behandlungsmethode bei funktionellen Beschwerden und Krankheiten - eine sinnvolle Ergänzung, nicht Alternative zur Schulmedizin.
Aber auch ohne konkrete Beschwerden kann eine osteopathische Behandlung hilfreich sein. Viele funktionelle Probleme bestehen bereits lange, bevor überhaupt Symptome entstehen, die dann Beschwerden bereiten. Es macht daher durchaus Sinn, Osteopathie zur Erhaltung der eigenen Gesundheit zu nutzen.